Waldbaden im Urlaub: Was hinter dem japanischen Gesundheitstrend Shinrin-Yoku steckt

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Ein langsamer Gang durch den Wald, ohne Ziel, ohne Ablenkung: Was nach einem einfachen Spaziergang klingt, hat in Japan einen eigenen Namen und eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Belege. Shinrin-Yoku, wörtlich Waldbaden, wurde dort bereits in den 1980er-Jahren als Gesundheitspraxis anerkannt. Der japanische Mediziner Yoshifumi Miyazaki wies eine erhöhte Aktivität natürlicher Killerzellen des Immunsystems nach kurzen Waldaufenthalten nach, zurückgeführt auf Terpene, ätherische Stoffe, die Bäume abgeben. Eine Meta-Analyse mehrerer Studien bestätigt zusätzlich eine spürbar cortisolsenkende Wirkung.

Wie wenig Zeit dafür nötig ist, zeigt eine Untersuchung der University of Michigan: Bereits 20 bis 30 Minuten in einer naturnahen Umgebung reichen aus, um den Stresshormonspiegel messbar zu senken. Anders als beim klassischen Waldspaziergang steht beim Waldbaden nicht die Strecke im Vordergrund, sondern das bewusste Wahrnehmen, Geräusche, Licht, Gerüche, ganz ohne Schrittzähler oder festes Ziel.

In Deutschland lässt sich der Trend zunehmend auch im Urlaub erleben. HolidayCoaching bietet Waldbaden-Sessions an ausgewählten Orten an, etwa in der Lüneburger Heide, begleitet von Coaches vor Ort. Statt eines zusätzlichen Programmpunkts wird die Auszeit im Wald so Teil des ohnehin geplanten Urlaubs, ohne separate Anreise oder zusätzlichen Termin im Alltag.

Wer Waldbaden oder verwandte Naturcoaching-Ansätze lieber in der eigenen Region ausprobieren möchte, findet über coachverzeichnis.com eine Übersicht entsprechend spezialisierter Coaches. Der wachsende wissenschaftliche Rückenwind dürfte dafür sorgen, dass aus dem einstigen Nischentrend aus Japan langfristig ein fester Bestandteil der deutschen Urlaubs- und Coaching-Landschaft wird.

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