Zwei Nächte, sieben Albträume: vb30 macht Boostedt zum gruseligsten Halloween-Ort Schleswig-Holsteins

Allgemein Bilder

Auf einen Blick

– Termine: Freitag, 30. Oktober, und Samstag, 31. Oktober 2026, jeweils 17:30 bis 21:00 Uhr
– Ort: Vossbarg 30, 24598 Boostedt bei Neumünster
– Eintritt: frei, kostenlose Zeitslot-Reservierung ab sofort möglich unter https://vb30.de/dein-besuch

Am letzten Oktoberwochenende verwandelt sich das Einfamilienhaus der Familie Kläffling in Boostedt zum achten Mal in „vb30 – Das Halloween Haus“.

Neu in diesem Jahr: Während der Rundgang bislang nur an einem einzigen Abend stattfand, öffnet vb30 seine Pforten 2026 erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Abenden. Der Eintritt bleibt dabei, was er von Beginn an war: frei.

Ein Wörterbuch, ein toter Bruder und ein falsches Wort

Die Rahmengeschichte der diesjährigen Horrorstory „Grimms Albtraum“ beginnt nicht im Wald, sondern in einem Berliner Arbeitszimmer im Jahr 1863. Dort sitzt Jacob Grimm an den letzten Einträgen seines Wörterbuchs, Jahre nachdem sein Bruder Wilhelm gestorben ist. Seit dessen Tod lassen ihn Albträume nicht mehr los: Nacht für Nacht dieselben Bestien, dasselbe Blut. Sein letzter Eintrag, kurz bevor er selbst unter mysteriösen Umständen stirbt, sollte „Frucht“ heißen. Doch daraus wurde „Furcht“. Zuvor ließ er heimlich eine zweite, dunklere Ausgabe der Hausmärchen drucken, geschrieben nach den Bildern aus seinen Träumen. Wer dieses Buch heute in einem alten Antiquariat findet und zu lesen beginnt, kann selbst nicht mehr ruhig schlafen.

So lautet die Einladung, mit der vb30 seine Besucher in diesem Jahr über die Schwelle lockt: Deine Märchen sind nicht so, wie du denkst.

Sieben Märchen, ein Rundgang, kein Ausweg

Am Eingang wartet der Rattenfänger von Hameln mit seiner Flöte. Was danach folgt, führt durch sieben Stationen, die auf bekannten Grimm-Märchen aufbauen und alle eine zweite, deutlich dunklere Wahrheit in sich tragen. Welche Märchen sich in „Grimms Albtraum“ in wahren Horror verwandeln, wird noch nicht verraten. Bestimmt trifft man aber neben einem Mädchen im roten Gewand auch auf ein paar Bergarbeiter und ihr grausames Geheimnis …

Licht, Ton, selbst gebaute Animatronics, Gerüche und ein Team aus zahlreichen Live-Erschreckern wirken dabei so zusammen, dass vb30 den Vergleich mit großen kommerziellen Horrorattraktionen nicht scheuen muss – obwohl hinter dem Projekt lediglich eine Familie und rund 20 freiwillige Helfer stehen.

„Es macht uns allen Spaß, jedes Jahr eine neue Geschichte zu erzählen. Das ist für uns spannend – und aufregend für die mutigen Seelen, die sich jedes Jahr zu uns wagen“, erklärt Oliver Kläffling mit einem Augenzwinkern.

Was für ihn den besonderen Reiz seines Halloween-Hauses ausmacht? „Wenn drinnen vor Schreck geschrien und draußen gelacht wird, dann hat sich die Mühe gelohnt“, so der Boostedter.

Mehr zur diesjährigen Geschichte gibt es auf der Homepage unter https://vb30.de

Warum aus einem Abend zwei werden

ngefangen hat alles 2019 mit einer Kürbisgirlande und zwei kleinen, hängenden Geistern im Vorgarten. Mittlerweile lagert die Familie mehr als 50 Kubikmeter Dekoration in einem eigens angemieteten Lager. Auf- und Abbau verschlingen zusammen mit der Vorbereitung über 1.000 Arbeitsstunden im Jahr.

Weil die Besucherzahlen in der Vergangenheit stetig gewachsen sind, öffnet vb30 seine Pforten 2026 erstmals an zwei Abenden hintereinander.

Am Freitag, 30. Oktober, und am Samstag, 31. Oktober, empfängt „Grimms Albtraum“ jeweils von 17:30 bis 21:00 Uhr seine Besucher. Der Rundgang wird ab zwölf Jahren empfohlen.

Für Familien mit jüngeren Kindern gibt es parallel weiterhin die „Grusel-Wusel-Nacht“, eine eigene kleine Zone ohne Blut und Schockelemente.

Für einen Besuch sollte ungefähr eine halbe Stunde eingeplant werden. Bis zum 27. Oktober können auf der Homepage kostenlose Zeitslots reserviert werden, mit denen sich die Warteschlange umgehen lässt.

Der Eintritt ist frei. Zusätzlich gibt es Süßigkeiten, Rubbellose und Kostümprämierung.

Alle Informationen unter https://vb30.de

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