Future of Festivals auf dem Weg zur ISO 20121

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Die Future of Festivals richtet ihre Veranstaltungsorganisation künftig an den Anforderungen der ISO 20121:2024 aus. Nach einem BasisCheck und der Auswertung in einem Feedbackbericht befindet sich die Future of Festivals gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsberatung 2bdifferent inzwischen in der konkreten Implementierung eines Nachhaltigen Veranstaltungsmanagement-Systems nach ISO 20121:2024. Ziel ist die Vorbereitung auf das Zertifizierungsaudit, dessen zweite Stufe im Rahmen der nächsten Future of Festivals am MI 25. und DO 26. November 2026 in der STATION Berlin vorgesehen ist. Erwartet werden mehr als 9.000 Teilnehmende aus aller Welt.

Der BasisCheck diente als strukturierte Standortbestimmung. Untersucht wurden vorhandene Unterlagen, Planungsprozesse und Nachhaltigkeitsaktivitäten entlang der ISO-Anforderungen. Die Analyse umfasste den gesamten Organisationsprozess – von Kontext und Führung über Planung und Betrieb bis zu Leistungsbewertung und kontinuierlicher Verbesserung.

Dabei zeigte sich, dass bereits zahlreiche Ansätze vorhanden sind. Dazu gehören Nachhaltigkeitsrichtlinien, Kommunikations- und Feedbackprozesse sowie erste Anforderungen an Partner*innen und Dienstleistende. Die Maßnahmen reichen von digitalen Tickets und dem Verzicht auf Flyer über wiederverwendbare oder recycelbare Materialien und Abfalltrennung bis zur Förderung einer klimafreundlichen Anreise. Auch soziale Aspekte wie Respekt, Awareness und Familienfreundlichkeit werden berücksichtigt.

„Der BasisCheck war für uns ein wichtiger Realitätscheck. Der Blick von außen hat uns geholfen, bestehende Maßnahmen einzuordnen, Lücken sichtbar zu machen und konkrete nächste Schritte festzulegen“, sagt Luisa Hansen, Key Account Management bei Future of Festivals. Nachhaltigkeit sei kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.

Der Feedbackbericht zeigt, dass die vorhandenen Maßnahmen, Dokumente und Erfahrungen nun zu einem nachvollziehbaren System verbunden werden müssen. Dafür werden der Anwendungsbereich, Rollen und Verantwortlichkeiten, eine verbindliche Leitlinie und definierte Prozesse festgelegt. Hinzu kommen überprüfbare Ziele sowie eine systematische Bewertung von Risiken, Chancen und Nachhaltigkeitsthemen.

„Genau darin liegt die zentrale Funktion des BasisChecks: Er bewertet nicht nur, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen bereits vorhanden sind, sondern zeigt, welche Strukturen für ein belastbares Managementsystem noch fehlen. ISO 20121 verlangt, Nachhaltigkeit nicht als Sammlung einzelner Maßnahmen zu betrachten, sondern sie systematisch mit Verantwortlichkeiten, Prozessen, Zielen, Kennzahlen und Nachweisen in die Veranstaltungsorganisation zu integrieren. Bei der Future of Festivals haben wir eine gute Ausgangsbasis vorgefunden. Jetzt geht es darum, diese Ansätze konsequent zu einem steuerbaren und überprüfbaren System weiterzuentwickeln“, erklärt Clemens Arnold, Geschäftsführer von 2bdifferent.

Seit Abschluss des BasisChecks werden die identifizierten Lücken schrittweise bearbeitet und die erforderlichen Systemelemente aufgebaut beziehungsweise weiterentwickelt. Im Fokus stehen dabei sowohl die Grundlagen des Managementsystems als auch die Unterstützungs- und Betriebsprozesse, darunter Ressourcen, Kompetenzen, Kommunikation, Dokumentation, betriebliche Planung und Lieferkette. Bestehende Anforderungen an Bühnen- und Technikdienstleistende sollen auf weitere Dienstleistungsbereiche ausgeweitet und durch Auswahl- und Bewertungsprozesse ergänzt werden.

Parallel entsteht eine systematische Leistungsbewertung. Sie soll zeigen, welche Nachhaltigkeitsleistungen gemessen werden, wie die Ergebnisse in die Planung einfließen und wie Verbesserungen verfolgt werden. Vorgesehen sind außerdem interne Audits, eine Managementbewertung und ein Event Carbon Footprint zur Ermittlung der veranstaltungsbezogenen Emissionen.

2bdifferent begleitet den Aufbau der Strukturen und Nachweise, die Integration bestehender Maßnahmen sowie die Vorbereitung auf die Auditierung. Die „Road to ISO“ führt von der Bestandsaufnahme über Implementierung und praktische Anwendung bis zur Auditvorbereitung. Der nächste Meilenstein ist die erste Stufe des Zertifizierungsaudits, die für Anfang Oktober vorgesehen ist. Die zweite Auditstufe soll am 25. und 26. November während der Future of Festivals stattfinden.

„Wir wollen nicht nur über die Zukunft der Festivalbranche sprechen, sondern sie aktiv mitgestalten“, erklärt CEO Robert Stolt. Nachhaltigkeit dürfe nicht nur auf der Agenda stehen, sondern müsse sich konkret in Planung und Durchführung zeigen. Mit der angestrebten ISO-20121-Zertifizierung will Future of Festivals zugleich ein Signal in die Festival- und Veranstaltungsbranche senden und zeigen, wie sich nachhaltiges Veranstaltungsmanagement systematisch in die Praxis übertragen lässt.

Future of Festivals
Die Future of Festivals ist das größte europäische Branchentreffen für die Festival- und Live-Event-Branche. Sie bringt Veranstalter*innen, Dienstleistende, Verbände, Entscheider*innen sowie Nachwuchskräfte zusammen und bietet eine Plattform für Austausch, Vernetzung, Wissenstransfer und neue Lösungen für die Zukunft von Festivals und Live-Events. Mit mehr als 400 Ausstellenden, über 220 Speaker*innen und erwarteten mehr als 9.000 Teilnehmenden verbindet die Future of Festivals Messe, Kongress und Festival Campus. Die nächste Future of Festivals findet am MI 25. und DO 26. November 2026 in der STATION Berlin statt.

Ansprechpartner: Till Schröder
E-Mail: till@futureoffestivals.com
Tel.: +49 (0) 172 815 3380
Internet: https://futureoffestivals.com/

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